Sexismus zukünftig strafbar

Im Grunde nichts ungewöhnliches: Ein US-amerikanischer Journalist spricht gestern im Fernseh-Interview über Hillary Clinton und gibt sich erst gar nicht den Anschein politischer Berichterstattung. Nein, er äußert sich unverhohlen abfällig über Clintons Körpergewicht und ihr Äußeres.
So wie der geschätzte Ex-Präsident von Frankreich, der sich öffentlich über Angela Merkels Figur lustig machte, als sie bei einem protokollarischen Bankett eine zweite Portion nahm.

Es langt so dermaßen. Ich will nicht mehr darauf warten, dass jeder verstanden hat, wo das Problem liegt.
Wenn wir nicht auf Respekt setzen können, dann eben auf das Recht. Piraten, Grüne, vielleicht sogar die SPD: Wie wäre es ganz ohne Umstände mit einem Antrag auf Änderung des Strafgesetzbuches, wonach sexistische und herabsetzende Äußerungen nach Artikel 1 Absatz 3 des Grundgesetzes strafbar sind.
Ein Typ, der die promovierte Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland und führende Politikerin der Europäischen Union wegen ihrer äußeren Erscheinung lächerlich zu machen auch nur versucht, latzt 12.500 Euro und wird mit einer Sperre in der Berichterstattung von mindestens 10 Tagen belegt.

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