Gender Gap in den Medien

Manchmal meint man ja glauben zu können, Frauen und Männer seien gleichberechtigt. Oder die Medienlandschaft böte kritische Nischen. Oder Bewusstsein habe sich verändert.

Diese schwachen Momente fegt die Infografik hinweg, die das amerikanische Medialab 4th Estate veröffentlicht. Untersucht wurde, wie häufig in verschiedenen Medien innerhalb der Medienberichterstattung zum Wahlkampf Frauen und Männer zu welchen Themen zitiert wurden.
Männer beziehen sich auf Männer. Selbst wenn sie vermeintlich Frauenthemen bearbeiten, reproduzieren sie die politische, mediale und gesellschaftliche Unsichtbarkeit und Unhörbarkeit der Frauen.
Ein renommierter Gynäkologe wird zum Thema Geburtenkontrolle mehr Gehör und Glaubwürdigkeit einfahren als eine unbekannte Sozialarbeiterin – auch bei den meisten Leserinnen und Zuschauerinnen.
Abtreibung und Reproduktionsmedizin sind so komplizierte Themen, dass ein versierter Chefarzt, der sich verständlich, seriös und erfahren artikuliert, eindeutig mehr Gehör finden wird als eine freie Journalistin – was für eine Frisur die schon hat.

www.4thEstate.net

In der Gesamtschau sieht die Verteilung so aus:

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