Frauen im Film. Der Bechdel-Test

In Cannes läuft der Wettbewerb und allen, die nicht dabei sein dürfen, sei ein Vergnügen empfohlen, das in jedem Kino funktioniert.
Erhöht ebenfalls den Unterhaltungswert stinklangweiliger Fernsehabende oder den Spaß bei Paar-DVD-Abenden, die sonst stumm abliefen.

Der Bechdel-Test misst die aktive Präsenz von weiblichen Charakteren in Hollywood-Filmen. Die Idee stammt ursprünglich aus einem Comic Dykes to Watch Out For (1985) von Allison Bechdel, in dem eine Figur, nämlich Mo, erklärt, dass sie nur solche Filme schaue, die alle drei folgenden Kriterien erfüllen:

1. Kommen in dem Film zwei oder mehr Frauen vor, die Namen haben?
2.
Sprechen diese Frauen miteinander?
3.
Sprechen sie über etwas anderes als einen Mann?

Wissenschaftlich oder filmästhetisch gänzlich irrelevant. Ein Test aber, der nicht belanglos ist. Erstaunlich, wieviele Filme diese unglaublich schlichten Fragen nach weiblicher Präsenz nicht oder nur teilweise erfüllen. Genrefilme, die ohnehin in reinen und strahlenden Männerwelten spielen (Kriegsfilme, Gangsterfilme, Western, Mafia-Filme, Abenteuerfilme, Spionagefilme oder Katastrophenfilme zum Beispiel) nehmen wir gar nicht ins Visier.
Auf der langen Liste der normalen Filme, die den Test nicht bestehen,  finden sich viele schöne und bekannte Filme, darunter:

Der Drachenläufer
Midnight in Paris
Ratatouille
Casino Royale
Das Leben der Anderen
Memento
König, Dame, Ass, Spion
The Tree of Life
Sonnenallee
The American
The Big Lebowski
L.A. Confidential
Die Abenteuer von Tim und Struppi
Tage des Verrats

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